Hessen baut Videoüberwachung aus

Videoüberwachung gilt bei Politikern und Polizei als wirksames Mittel gegen Verbrechen. Daher wächst die Zahl der Kameras in Hessen. Für Datenschützer wird oft zu leichtfertig darüber entschieden.

Eine Videoüberwachung ist ein Eingriff in Grundrechte. Dennoch wird in Hessens Städten immer öfter über Kameras diskutiert – und nach Ansicht von Datenschützern oft leichtfertig darüber entschieden. Mal sind Taschendiebstähle die Begründung, mal die Vermutung, dass Verbrechen auf einem Platz besprochen werden. „Wir beobachten, dass die Gründe, warum Plätze videoüberwacht werden, häufig sehr grenzwertig sind“, sagt Barbara Dembowski, Referatsleiterin beim Hessischen Datenschutzbeauftragten.

Mit ihren Bedenken bleiben die Datenschützer oft allein. Denn bei Sicherheitsbehörden und Politikern gilt die Überwachung mit elektronischen Bildern als effektiv. 143 Kameras an öffentlichen Straßen und Plätzen in 16 Städten gibt es nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) in Hessen. Angeschlossen sind sie an 20 Überwachungsanlagen. Die Tendenz ist steigend: In vielen Städten ist die Überwachung ausgebaut worden oder soll es werden.

Quelle: Hessen baut Videoüberwachung aus | heise online