Lauschprogramm: NSA hat verfahrensrelevante Daten „versehentlich“ gelöscht

Die NSA kämpft in einem seit Jahren laufenden Verfahren wegen Massenüberwachung auch von US-Bürgern erneut mit Speicherproblemen. Sie musste nun einräumen, dass Inhaltsdaten, die als Beweise dienen sollten, überschrieben wurden.

Der US-Auslandsgeheimdienst NSA hat erneut verfahrensrelevante Informationen entgegen einer gerichtlichen Anordnung nicht sachgerecht aufbewahrt. Das musste der Geheimdienst in einem sich seit Jahren hinziehenden Prozess einräumen, im dem es um die Überwachung eines Netzknotens von AT&T geht, von der auch US-Bürger betroffen waren. Im Gegensatz zu einem 2014 bekannt gewordenen ähnlichen Vorfall sollen besonders sensible Inhaltsdaten zerstört worden und nicht nur Verbindungsdaten. Zudem wurden offenbar Backups gelöscht (Jewel vs. NSA, US District Court Northern California, 08-cv-04373).

Quelle: Lauschprogramm: NSA hat verfahrensrelevante Daten „versehentlich“ gelöscht | heise online