Immer mehr Sicherheitslücken: Zahl der Schwachstellen erreicht Rekordwert

Im Jahr 2017 hat die Zahl der weltweit registrierten Software-Sicherheitslücken einen neuen Höchststand erreicht. Die Auswertung des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ergab, dass in den vergangenen zwölf Monaten rund 11.220 Meldungen zu Software-Schwachstellen registriert oder aktualisiert wurden. Im Jahr 2016 waren es noch 8.109 Schwachstellen gewesen, danach folgt auf Platz drei das Jahr 2014 mit 7.726 Schwachstellen.

Die Auswertung der Informatikwissenschaftler zeigt, dass die Schwachstellen aller Schweregrade zugenommen haben: Bei den Sicherheitslücken mit geringem Schweregrad ist ein Anstieg um rund 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (2016: 827; 2017: 1.016), bei den Sicherheitslücken mit mittlerem Schweregrad ein Anstieg um rund 54 Prozent (2016: 4.451; 2017: 6.844). Auch die Software-Schwachstellen mit hohem Schweregrad, die sich dadurch auszeichnen, dass sie besonders gravierende Auswirkungen für die Betroffenen haben könnten und teils auch aus großer Ferne – beispielsweise über das Internet – ausgenutzt werden können, sind um rund 19 Prozent angestiegen (2016: 2.831; 2017: 3.360). Der Schweregrad basiert auf dem CVSS-Score der Schwachstelle.

Quelle: Zahl der Schwachstellen erreicht Rekordwert | Security-Insider.de