Europa ist Hauptziel von DDoS-Angriffen

Die deutliche Veränderung der DDoS-Angriffe auf europäische Unternehmen zeigt sich nicht nur in der Zahl der Angriffe, sondern auch darin, dass die Heftigkeit einzelner Angriffe relativ abgenommen hat. Für 2016 registrierte das SOC mehrere Attacken mit einem Volumen von über 100 Gb/s, einige überstiegen sogar 400 Gb/s. 2017 erreichte dagegen der schwerste Angriff nur 62 Gb/s. Das deutet darauf hin, dass es auf Layer 7 gibt, die potenziell wirksamer sind und geringere Bandbreite erfordern. 66 Prozent der gemeldeten DDoS-Angriffe waren Multi-Vektor-Attacken, deren Schadensbegrenzung umfangreiches Know-how erfordert.

Kamil Wozniak, F5 SOC Manager, erklärt: „Angesichts dieser Verschiebung müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie über die richtigen Lösungen zur Abwehr von DDoS-Angriffen verfügen, bevor diese ihre Anwendungen erreichen und den Betrieb beeinträchtigen. EMEA ist definitiv ein Hotspot für Angriffe auf globaler Ebene. Entscheider in der Region dürfen deshalb in ihrer Aufmerksamkeit nicht nachlassen.“ Dass die Entscheider dieses Problem verstanden haben, zeigt sich auch in einer Erhöhung der Abwehrmaßnahmen: Laut F5 verdoppelte sich die Zahl der neu implementierten Web Application Firewalls (WAFs) im EMEA-Raum im letzten Jahr. Die Einführung von Lösungen gegen Betrugsversuche stieg um 76 Prozent und gegen DDoS um 58 Prozent.

Quelle: Europa ist Hauptziel von DDoS-Angriffen