EU-Parlament drängt Staaten zur Militarisierung der Cyberabwehr

Eine breite Mehrheit der EU-Abgeordneten sprach sich in einem Parlamentsbericht zur Cyberabwehr für stärkere Kooperation mit der NATO aus. Der Wortführer des Parlaments hält das Verwischen von Grenzen zwischen zivil und militärisch bei der Verteidigung von wichtiger Infrastruktur für „unvermeidbar“. Aus der Linksfraktion gibt es daran harte Kritik.

Das Europäische Parlament fordert die EU-Staaten zur Stärkung der gemeinsamen Verteidigung gegen elektronische Attacken auf. Die Abgeordneten stimmten einem Bericht zur Cyberabwehr des estnischen Parlamentariers Umas Paet bei der heutigen Plenarsitzung in Straßburg mit breiter Mehrheit zu. Die Resolution des Parlaments hält fest, dass „die Grenzen zwischen zivilen und militärischen Störungen im Cyberraum verschwimmen“.

Er drängt auf koordinierte militärische Strukturen zur Cyberabwehr sowie gemeinsame Technologie-Einkäufe. Auch fordert der Bericht eine weitreichende Zusammenarbeit der EU mit der NATO bei Verteidigung von IT-Systemen […]

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