Breitband bedroht Kritische Infrastrukturen

Bei Überlastungsangriffen (DDoS) gibt es eine Asymetrie zwischen dem Aufwand für die Angreifer und den Schäden für die Angegrifenen: Für 5 US-Dollar kann das Opfer Minutenlang mit einer Bandbreite im dreistelligen Gigabitbereich blockiert werden. Diese Kostenschere scheint auch weiterhin auseinanderzugehen. Neben den Forderungen der Erpresser – oft im vierstelligen Bereich – ist mit Kosten für die Behebung der Schäden, Imageverlust und unzufriedenen Kunden zu rechnen. Da kommen bei manchen Unternehmen schnell Schadenssummen von mehreren Millionen zusammen. Zusätzlich sind erhebliche Geldbußen durch verschärfte Gesetze zu kalkulieren.

Das Geschäft scheint Begehrlichkeiten zu wecken: Zwischen 2015 und 2017 soll sich diese Angriffsmasche vervierfacht haben. Gleichzeitig droht die Bundesregierung im Koalitionsvertrag: „Wir bringen die Gigabit-Netze in alle Regionen“. Wir wollten von Marc Wilczek, Geschäftsführer von Link11 und Spezialist zur Abwehr von DDoS-Angriffen, wissen, wie die Erpresser darauf reagieren werden.

Quelle: Breitband bedroht Kritische Infrastrukturen