Phishing: Schadsoftware versteckt sich in E-Mails von Freunden

Eine Antwort von einer Person, mit der man bereits E-Mail-Kontakt hatte, macht nicht gerade misstrauisch. Im Gegenteil, man wundert sich nicht über die Mail, rechnet möglicherweise mit ihr oder erwartet sie bereits sehnsüchtig. Das nutzt eine neue Phishing-Methode aus, die von der Sicherheitsfirma Trend Micro entdeckt wurde: Über gehackte Benutzerkonten werden E-Mails beantwortet – mit Schadsoftware im Anhang.

Die E-Mails lassen sich kaum als Phishing erkennen: Durch das Versenden der E-Mails von gehackten Konten stimmen Absender und Mailserver überein. Selbst der Return Path und Reply-To-Header werden nicht gefälscht. Absender und Betreff sind dem Empfänger bekannt, da die E-Mail eine laufende Konversation fortführt oder wieder aufgreift. Selbst die Daten aus der Signatur des Absenders werden übernommen, obgleich sie etwas anders dargestellt werden.

In seltenen Fällen kann der Text die Mail als Phishing enttarnen, beispielsweise, wenn der Inhalt nicht zum restlichen Kontext der Mailkonversation passt oder ein Wechsel der Sprache etwa von einem Mailaustausch in französischer Sprache hin zu Englisch stattfindet.

Quelle: Phishing: Schadsoftware versteckt sich in E-Mails von Freunden – Golem.de