Cyberbedrohungen in der Fertigungsindustrie

Angefangen hat alles vermutlich zu Beginn der 2000er Jahre. Die Pläne des Irans, eine aufstrebende Atom-Macht zu werden, wurden immer offensichtlicher. Publik wurden Bedrohungsszenarien dieser Art als 2007 von einer unbekannten Person ein Code-Schnipsel auf die Website eines Antiviren Software-Anbieters hochgeladen wurde. Erst später stellt sich heraus, dass man zu dem Zeitpunkt die erste Variante des Computerwurms Stuxnet zu Gesicht bekommen hatte. Es sollte aber noch mehr als 5 Jahre dauern, bis das komplette Ausmaß dieses Angriffes bekannt wurde . Vier Zero-Day-Exploits, ein gefälschtes digitales Zertifikat und das Einschleusen der Malware zunächst durch einen Agenten und später über einen USB-Stick, führten zu einer allmählichen Erhöhung der Druck- und Rotationsgeschwindigkeit in den iranischen Urananreicherungs-Zentrifugen in Natanz. Die eingeschleuste Software manipulierte die Steuerungscontroller, die für die Druck- und Geschwindigkeitsreglung in der Anlage zuständig waren.

Die Häufigkeit und der Schweregrad von Angriffen nimmt seit Jahren zu und wird durch die Digitalisierung weiter beschleunigt. Schadsoftware wie Ransomware zeigt, dass auch die organisierte Kriminalität digital agiert. Das vergangene Jahrzehnt offenbarte zahlreiche Beispiele, welche Schäden Cyberangriffe dieser Art verursachen können. Die Tage des „weiter so“ sind vorbei. Mit der fortschreitenden digitalen Transformation geht unsere Gesellschaft einem Zeitalter signifikanter Sicherheitsrisiken entgegen. Ausfälle durch Cyberattacken können nicht nur Einzelpersonen beeinträchtigen oder Unternehmen erheblichen finanziellen Schaden zufügen, sie können vor allem enorme negative Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt verursachen.

Quelle: Cyberbedrohungen in der Fertigungsindustrie | www.security-insider.de