Europol zerschlägt Infrastruktur von Cyberkriminellen

Ein internationales Ermittlerteam unter der Leitung der Polizei Hannover hat einen erfolgreichen Schlag gegen Cyberkriminelle geführt. In einer global koordinierten Aktion von 13 Behörden wurden am 17. Januar insgesamt 15 Server, auf denen der Dienst von VPNLab.net gehostet wurde, beschlagnahmt oder vom Netz genommen, wie Medien berichten. Nach Behördenangaben war VPNLab.net ein beliebter Verschlüsselungsdienst von Cyberkriminellen, die darüber unter anderem anonym Ransomware-Attacken durchführten.

Der Dienst VPNLab.net basiert auf der OpenVPN-Technologie und nutzt eine 2048-Bit-Verschlüsselung. Ins Visier geraten ist der Dienst, weil mehrere Ermittlungen aufdeckten wie Kriminelle den VPNLab.net nutzten, um Malware zu verteilen. Der Service nahm den Behörden zufolge ebenfalls eine wichtige Rolle dabei ein, Ransomware zu verbreiten und die Kommunikation hinter den Angriffen zu koordinieren.

Den Medienberichten zufolge diente das Netzwerk dazu, die Schadsoftware „Ryuk“ zu verbreiten. Die Hacker erpressten mit dieser Schadsoftware Kliniken, Firmen, Verwaltungen und Universitäten. Der Service diente den Kriminellen dabei zum Austausch und dem Aufbau organisierter Strukturen. Erstmals geriet der VPNLab.net 2019 ins Visier der Behörden, als die Polizei Hannover und die Staatsanwaltschaft Verden wegen einer Cyberattacke auf die Stadtverwaltung Neustadt am Rübenberge ermittelte.

Quelle: Europol zerschlägt Infrastruktur von Cyberkriminellen | ZDNet.de